Die Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Höchst seit Gründung 1852

Wir finden seit 1852 verschiedene Bezeichnungen für den Chef der Feuerwehr: Bis zum Jahre 1903 war die am meisten gebrauchte Bezeichnung "Commandant". Gleichberechtigt stand jedoch auch der Titel "Hauptmann". "Wehrführer" nannte man den Chef der Feuerwehr dann ab 1903 bis etwa 1964.

Ab 1964 fasste die Frankfurter Branddirektion alle Freiwilligen Feuerwehren Frankfurts unter dem Begriff "Freiwillige Feuerwehr Frankfurt am Main“ zu einer einzigen Feuerwehr zusammen, die einzelnen Wehren bezeichnete man jetzt als „Löschgruppen“.
So war etwa die FF Höchst die "Löschgruppe Höchst“, die FF Seckbach die „Löschgruppe Seckbach“ oder etwa die FF Griesheim die „Löschgruppe Griesheim“. Die Wehrführer nannte man Ortsbrandmeister und fand dann 1980 wieder zum „Wehrführer“ zurück. Es gab seinerzeit 27 Löschgruppen (heute, 2002, sind es 28 Freiwillige Feuerwehren).

1. Kommandant Carl Zeyher
[Kommandant] vom November 1852 bis 1860

Im Hauptberuf war Zeyher Porzellanmaler (es gab auch einen Carl [Karl?] Zeyher, er war vermutlich der Sohn). Zeyher jun. starb am 30.Januar 1901.

2. Kommandant Peter Anton Bied
Kommmandant von 1860 bis 21.05.1869
Bied wurde am 21.05.1869 "als Chef sämtlicher Feuerwehren dahier" amtlich bestätigt. Offenbar war er der erste Feuerwehrdezernent, also auch in einem politischen Amt. Er war auch Dezernent für die Pflichtfeuerwehr und möglicherweise auch für die 1864 gegründete Werkfeuerwehr der früheren Hoechst AG., heute Infraserv GmbH & Co. Höchst KG. Bied wurde später Bürgermeister der Stadt Höchst. Er starb im Mai 1889.

3. Kommandant Heinrich Kramer
[Kommandant] vom 24. Mai 1869 bis 1879

Im Hauptberuf war er Metzgermeister. Kramer war ein sehr tatkräftiger Mann, der als Reorganisator der Höchster Wehr angesehen wird. Wie so oft in damaliger Zeit war die anfängliche Euphorie für den Feuerwehrgedanken wieder ein wenig verflogen. Mit Kramer kam „Zucht und Ordnung in die Wehr“, von der „Lauheit und Gleichgültigkeit Platz gegriffen“ hatte.
In die Dienstzeit von Kramer fällt der Umzug der Wehr in das Neue Rathaus, das Kronberger Haus (im Februar 1875).

(Kommandant?) Josef Kunz
Am 13.07.1872 wurde Kunz "Chef der sämtlichen Feuerwehren" bis [?]. Er war stellvertretender Kommandant. Kunz war offensichtlich, wie zuvor Peter Bied, Feuerwehrdezernent im heutigen Sinne.

4. Kommandant Fritz Stein
[Hauptmann] von 1879 bis 11.09.1885
Stein war im Hauptberuf Wagnermeister. Unter seiner Führung schloss sich das "Korps" im Jahre 1883 dem Nassauischen Feuerwehr-Verband für den Regierungsbezirk Wiesbaden an. Beschaffung einer „2. Spritze“ während seiner Amtszeit, Messinghelme 1880. Stein (und mit ihm der Obmamm Georg Döft) musste wegen Beteiligung der Wehr an einer „Serenade" zurücktreten.

5. Kommandant Jakob Wagner
[Hauptmann] vom 11.09.1885 bis 22.01.1892

Unter Wagners Leitung wurden am 25.04.1887 neue Statuten verabschiedet. Bau eines Steigturmes (1890). Er war der Sohn des Gründers des Höchster Kreisblattes, Anton Alexander Wagner.

6. Kommandant Georg Schäfer
[Hauptmann ?, städtischer Brandmeister] vom 22.01.1892 bis 30.04.1903

Unter Schäfers Regie feierte die Wehr am 19. und 20. Juni 1892 das 40jährige Jubiläum. Ende 1892 gab es erstmals ein genaues Verzeichnis der vorhandenen Geräte und Ausrüstungsgegenstände (zwei Abprotzspritzen, ein Rettungswagen mit Rettungsschlauch, 86 Helme etc.). Ende 1892 wurde ein Schlauchwagen beschafft.
Ab jetzt auch (erstmalig) Anschaffung der Uniformen durch die Stadt Höchst, "während bis zu Ende 1892 die Kameraden sich die Uniformen selbst anzuschaffen und auch zu unterhalten hatten".
1893/94 konnte als besonders wichtiges Gerät eine neue Schiebleiter ("Balance-Drehleiter, Steighöhe 18 ½ m) beschafft werden. Erstmals wird auch eine Feuerwehrkapelle erwähnt, die aber schon früher bestanden haben dürfte (November 1897, Dirigent H. Weller).
Ende 1899 wurde Schäfer zum Kreisbrandmeister ernannt. Wegen „gewisser Schwierigkeiten von außen“ wurde „lediglich eine 50-Jahrfeier in engem Maßstabe“ abgehalten.
Hauptmann Schäfer, der bislang bedeutendste Führer der Höchster Feuerwehr, trat wegen Arbeitsüberlastung zurück (Doppelamt Kreisbrandmeister). Ab sofort war Schäfer ständiges Mitglied im Verwaltungsrat, eine Auszeichnung, die bisher noch keinem Kommandanten widerfahren war. Schäfer starb am 04.April 1911.

7. Kommandant Adam Schindling
[Wehrführer]vom 30.04.1903 bis 25.10.1904

Schindling beschaffte eine zweite Rauchmaske und gründete am 22. Oktober 1903 eine "Rauchmaskenabteilung", für deren Ausbildung der Zeugwart Wilhelm Ohnimus zuständig war.
Die bisherigen Messinghelme (seit 1880) wurden 1903 gegen Lederhelme ausgetauscht.
Schindling starb am 25.Oktober 1904.

8. Kommandant Carl Anton Diehl
[Wehrführer]vom 12.11.1904 bis 25.01.1906

Diehl hob die am 21. November 1904 vom Verwaltungsrat beschlossene Anordnung, "die Mitglieder, die in den Generalversammlungen nicht erschienen waren, zur Bestrafung zu bringen", wieder auf. Tatsächlich wurden zahlreiche Mitglieder bereits seit 1879 mit einer Geldstrafe belegt. Trotz des Beschlusses finden sich noch Strafeintragungen in den Protokollen bis zum Herbst 1908.
Führer der "Rauchmaskenabteilung" wurde jetzt Wilhelm Ohnimus. Erstmals am 22. Juli 1905 wurde die Stellvertreterregelung genauer festgeschrieben: "In der Abwesenheit des Kommandanten, dessen Stellvertreter und der Führer, ist eines der anwesenden ältesten Mitglieder befugt, das Kommando zu übernehmen und bei Ausübung des Feuerlöschdienstes Dritten Befehle zu erteilen." Das war eine ganz wichtige Entscheidung: Nach den Empfehlungen der vfdb ist die klare Festlegung einer Führungsebene eine unabdingbare Notwendigkeit für die Arbeit einer Feuerwehr.
Diehl war im Nebenamt "Brandmeister" von Höchst, in Nachfolge von Georg Schäfer.
Der Leiter der Feuerwehrkapelle, der Dirigent Adolf Scholz legte am 5. Juli 1904 sein Amt nieder. Er starb am 7. September 1905. Seit 1879 wurden die Feuerwehrmänner mit Geldstrafen belegt, wenn sie bei Einsätzen, Übungen und Versammlungen, oder bei der Beerdigung eines gestorbenen Kameraden, unentschuldigt fehlten. Strafen wurden bis Ende 1908 ausgesprochen.

Text aus der Niederschrift des Verwaltungsrates:
Höchst, 17. Oktober 1889
Sitzung des Verwaltungsraths
Anwesend die Herren Gg. Schäfer, Kramer, Zeyher, Adam, Müller, Rein und Wagner.
Es wird zunächst beschlossen, gegen folgende Mitglieder, welche bei der Übung am 26./8. gefehlt, ohne daß sie sich entschuldigten, auf die dabei bemerkten Strafen zu erkennen.

9. Kommandant Wilhelm Mauer
[Wehrführer]vom 25.01.1906 bis 08.08.1911

Unter seiner Leitung wurde das Aussehen der Uniformen verändert: Am 26. Mai 1906 wurden "die bislang gelben Knöpfe und Helmbeschläge durch Nickelbeschlag" ersetzt.
Genau geregelt wurde 1907, wie die Beteiligung anlässlich der Beerdigung aktiver oder passiver Mitglieder zu erfolgen hatte und wer etwa in Uniform zu erscheinen hatte.
Eine wesentliche Tat war die Beschaffung "der 28 ½ m (mit Aufsteckleiter 22 ½ m) hohen, mechanischen Dreh- und Balance-Leiter" (06. Oktober 1908). Mauer wurde am 2. Mai 1911 Kreisbrandmeister.
Nach Martin Fuchs wurde 1908 der Kamerad Julius Klopprogge Leiter der Kapelle (gestorben am 26. September 1922). Sein Nachfolger wurde Karl Hacker. Mauer starb im Juli 1935.

10. Kommandant Ferdinand Fischer
[Kommandant] vom 08.08.1911 bis 31.03.1936

geboren am 06.06.1876, gestorben im April 1943.
Erstmals in der Geschichte der FF Höchst gab es den Beamtentitel "Branddirektor". Dieser Titel wurde Fischer "am 28. März 1922 von der Regierung ... verliehen". Nach dem damaligen "Feuerlöschgesetz" mussten die Feuerwehrmänner mit Vollendung des 60. Lebensjahres ausscheiden.

Feuerwehrdezernent der Stadt Höchst wurde am 15. August 1923 der Stadtrat Alois Brisbois.

Im November des Jahres gab sich die Wehr ein neues "Vereinslokal". Sie tagte ab sofort im "Höchster Brauhaus".
Der Ausbruch des 1. Weltkrieges am 02. August 1914 "stellte fast übermenschliche Anforderungen an die Wehr". So war es allerorts, auf allen Gebieten, auch bei den deutschen Feuerwehren: Die jungen Männer wurden eingezogen, empfindliche Lücken entstanden überall. In Höchst wurde "durch landrätliche Verfügung zum 26. August (1914) eine Übung einberufen, um die aus der männlichen Einwohnerschaft ausgewählten Reserveleute im Feuerwehrdienst auszubilden". Jetzt erfahren wir auch, dass es bei den "Farbwerken" eine Dampfspritze gab und dass die "Breuerwehr" existiert. Höchst hat noch keine "eigene Motorspritze" (Frankfurt seit 1907) und denkt im Februar 1924 erstmals über die Beschaffung einer solchen nach. Man fuhr noch mit "Bespannung", d. h. mit Pferden (1918).
Im Jahre 1914 wird auch dokumentiert, dass "zirka 20 Unsichere der Pflichtfeuerwehr überwiesen" wurden. Die Vermutung, dass es eine solche gab, ist jetzt bestätigt.
Anno 1918, nach Kriegsende, ergab eine Aufstellung, dass die Freiwillige Feuerwehr 170 aktive, 113 passive und 18 Ehrenmitglieder hatte. 128 aktive und 42 passive Feuerwehrmänner waren eingezogen, 16 waren gefallen.
Von 1919 bis 1930 war Höchst von französischen Truppen besetzt (Die Grenze zum nichtbesetzten Frankfurt lag ostwärts der Autobahnlinie - Frankfurt Mannheim in Griesheim).
Im Januar 1920 kaufte die Stadtverwaltung von der Wiesbadener Berufsfeuerwehr den "Löschzugswagen Nr. 1 mit Schlauchanhängewagen".
Das Auf und ab der Musikkapelle kann erst ab etwa 1900 rekonstruiert werden: Nachdem im Juni 1919 der Kapellmeister Karl Hacker wegen der "alten Disharmonien" die Leitung der Kapelle niedergelegt hatte, gab es 1920 eine "neu gebildete" Kapelle unter der Leitung des Kameraden August Schumacher.
Am 20. September 1922 erhält Höchst die erste "Automobilspritze" von der Firma Benz Gaggenau.

Am 11. Januar 1923 zieht die Wehr vom alten Rathaushof, dem Kronberger Haus, zur neu erbauten Feuerwache im Städtischen Bauhof um (Bauhofstraße). Ab dem 01. April 1923 gab es eine ständige "Bereitschaft" auf der neuen Feuerwache, erst vier, ab Juni 1923 dann acht Mann in 24stündiger Schicht.
Es war die Zeit der Inflation: Für das 4. Quartal 1923 betrug der Mitgliedsbeitrag eines Aktiven fünf Millionen Mark.
Die Chronik "100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Ffm.-Höchst" (1952) berichtet:

"Das Jahr 1928 brachte die Eingemeindung der alten Stadt Höchst nach Frankfurt am Main. Damit verlor nicht nur unsere Stadt, sondern auch die Wehr ihre Selbständigkeit. Der Titel des Wehrführers, Branddirektor, wurde in Brandinspektor geändert. Aber auch diesen Dienstgrad durfte Fischer nicht behalten: Am 17. April 1934 musste er den Titel, dem neuen Feuerlöschgesetz folgend, Hauptbrandmeister annehmen.“


Ab 1928 wurde die Feuerwache im Bauhof mit Berufsfeuerwehrmännern besetzt - die Zusammenarbeit bedurfte einer "gewissen Übergangszeit zur Einspielung". In der Chronik heißt es weiter: Es kann aber gesagt werden, ... (dass) das Verhältnis zwischen Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr immer gut war". Ob es wirklich immer so gut und ungetrübt war? Wir können es heute nicht mehr nachvollziehen.
Noch vor der Eingemeindung hatte Höchst eine Motor-Drehleiter bestellt, die "leider bei der Lieferung an Frankfurt fiel". Dass die Höchster ihre neue Drehleiter nach Frankfurt abgeben mussten, haben die Feuerwehrmänner der dortigen Branddirektion sehr übel genommen. Aus heutiger Sicht war es zumindest ungeschickt, direkt nach der Eingemeindung den Höchstern die neue Leiter wegzunehmen. Sogar die jüngere Generation in Höchst weiß bis heute von dieser Geschichte. Fischer stand insgesamt 37 Jahre im aktiven Feuerwehrdienst, davon 25 Jahre als Kommandant. Eine wahrhaft erfolgreiche Zeit von Fischer: Im Jahr 1915 hatte die Wehr 392 Mitglieder! 151 aktive, 178 passive, 18 Ehrenmitglieder und 45 Reservemänner waren in ihrer Reihe.

11. Kommandant Anton Schindling
[Wehrführer] vom 01.04.1936 bis 24.05.1943

Hauptbrandmeister ab 20.12.1937
1939 brach der 2. Weltkrieg aus. Welch schreckliche Leiden dieser Krieg über die ganze Welt brachte, ist hinlänglich bekannt. Hinsichtlich der Leistungen der Frankfurter Feuerwehren (seit dem 29. Mai 1935 waren alle Freiwilligen Feuerwehren im "Kreisfeuerwehrverband" zu einer einheitlichen Feuerwehr - im rechtlichen Sinne ein nichtrechtsfähiger Verein - zusammengefasst) gibt es einschlägige Literatur. Alle Feuerwehren wurden ab 1933 in die Polizei eingegliedert, es gab neue Uniformen und neue (militärische) Dienstgradbezeichnungen. Die Freiwillige Feuerwehr in Höchst bildete jetzt den 22./23. Löschzug (zwei Halbzüge). In den Kriegsjahren wurden dann die Züge umbenannt in Zug 81, 82 und 83. Schindling starb 1943.

12. Kommandant Georg Baumartz
[Wehrführer] von 1943 bis 1945, gestorben 1945
Über Baumartz ist leider nur wenig überliefert. Die Zeit von 1943 bis 1945 war jedoch wohl die schrecklichste Zeit der Höchster Freiwilligen Feuerwehr. In diese Zeit fielen die verheerenden Bombenangriffe der Alliierten auf die deutschen Städte. Der Stadtteil Höchst blieb glücklicherweise von den Luftangriffen weitgehend verschont. Heute (2002) wissen wir, dass dies dem Vorhandensein des Werkes Hoechst in der IG-Farben (heute Infraserv GmbH & Co. Höchst KG) zu danken ist. Den Alliierten war die Zerstörung der Industrieanlagen nicht gelegen. Zu vermuten ist, dass Baumartz von der amerikanischen Militärregierung (ab Mai 1945) seines Amtes enthoben wurde.

13. Kommandant Wilhelm Planz
[Wehrführer] von Ende 1945 bis 28.08.1959

Im Hauptberuf selbständiger Elektromeister.
geboren am 06.06.1886, gestorben am 10.05.1964
Planz trat 1912 in die Wehr ein und übernahm 1945 die Leitung der Höchster Feuerwehr (mit 59 Jahren!). Offiziell wurde er jedoch erst am 15. September 1947 vom Frankfurter Magistrat ernannt (Magistratsakte Nr. 2356 im Frankfurter Institut für Stadtgeschichte). Wilhelm Planz entstammte einer alten Feuerwehrfamilie: Schon sein Vater war aktives Mitglied in Höchst. Obwohl der Gesetzgeber auch schon 1959 das Höchstalter für den aktiven Dienst in der Feuerwehr auf 60 Jahre begrenzte, versah Planz das Kommandantenamt bis zum 73. Lebensjahr!
Vom Mai 1945 bis zum Ende des gleichen Jahres war an eine ordnungsgemäße Dienstausübung nicht zu denken. Feuerwehrgeräte waren in Höchst zumindest teilweise noch vorhanden, die FF-Tätigkeit ruhte jedoch vollends. Man war bemüht, seine verschollenen Verwandten zu suchen und bestrebt, wieder eine halbwegs brauchbare Wohnung zu finden bzw. die eigene wieder herzurichten. Auch gab die Militärregierung erst im Herbst 1945 die Erlaubnis, die Feuerwehrtätigkeit durch die FF wieder aufzunehmen.

14. Kommandant Josef Weil
[Ortsbrandmeister] vom 28.08.1959 bis 24.01.1969

im Hauptberuf Chemiefacharbeiter
geboren am 02.10.1903, gestorben am 02.05.1979
Weil trat am 25.11.1920 in die Feuerwehr ein. Leider wissen wir derzeit noch nicht allzu viel über die Wehr in den 60er Jahren, sind aber sicher, noch weiter recherchieren zu können.

15. Kommandant Wilhelm Steffens
[Ortsbrandmeister] vom 24.01.1969 bis 01.08.1972

geboren am 21.08.1910, gestorben am 10.08.1979
Im Hauptberuf Kunststoffverarbeiter. Steffens trat am 08.03.1933 in die Freiwillige Feuerwehr Unterliederbach ein und wechselte später nach Höchst. Wegen früherer Parteizugehörigkeit musste er 1945 vorübergehend aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Das war zu jener Zeit oft der Fall, auch bei den Männern der Berufsfeuerwehr (und natürlich in allen Sparten des öffentlichen Dienstes).

16. Kommandant Adam Belzer
[Wehrführer]vom 01.08.1972 bis 01.01.1985

geboren am 19.05.1930
Im Hauptberuf war Belzer Dreher. Am 15.02.1959 trat er in die Werkfeuerwehr der Breuerwerke ein und wurde dort Brandmeister. Seit dem 24.02.1967 war er Mitglied der Höchster Wehr. Am 19.05.1969 wurde er hier stellvertretender Wehrführer und am 01.11.1973 Oberbrandmeister. Am 15.01.1979 wurde Belzer mit der Römerplakette in Bronze und am 11.05.1984 mit dem Silbernen Brandschutzehrenzeichen ausgezeichnet. Adam Belzer lebt heute in Beselich in der Nähe von Limburg an der Lahn.

17. Kommandant Heinz Kablitz
[Wehrführer] vom 01.01.1985 bis 31.07.1989

geboren am 19.05.1930
Im Hauptberuf Angehöriger der Werk-Berufsfeuerwehr der Hoechst AG (heute Aventis), trat Kablitz am 20.05.1948 in die Höchster Feuerwehr ein. Mit Erreichen der Altersgrenze (60 Jahre für die Berufsfeuerwehr und für die Freiwillige Feuerwehr) schied er aus dem aktiven Dienst aus. Als heutiger Ehrenwehrführer (13.08. 1991) ist Kablitz nach wie vor
der Wehr verbunden und als Mitglied des Vorstandes ein sehr geschätzter Berater der jüngeren Kollegen. Als stellvertretender Wehrführer wirkte er noch bis zum 19.Mai1991. Ausgezeichnet wurde Heinz Kablitz am 31.08.1973 mit dem Silbernen Brandschutzehrenzeichen am Bande, am 26.05.1988 mit dem Goldenen Brandschutzabzeichen und am 04.5.1976 mit der Römerplakette.
Die Anfänge der Jugendfeuerwehr gehen auf Kablitz zurück.1985 war es dann soweit: Die ersten Jugendlichen treten der Jugendfeuerwehr bei und beginnen mit ihrer Ausbildung.

18. Kommandant Udo Blecker
(Wehrführer) seit 31.07.1989 bis 13.03.2011
geboren am 10.05.1952
Von Beruf Maler- und Lackierermeister. Blecker trat am 01.04.1970 in die Freiwillige Feuerwehr Zeilsheim ein. Mit seinem Umzug nach Höchst wechselte er zur FF Höchst. Blecker ist wohl der Mann, der über die umfangreichste Feuerwehrausbildung aller bisherigen Wehrführer verfügt. Der Truppmann- und Truppführerausbildung folgte die Ausbildung zum Brandmeister, Gruppenführer und Zugführer. Er ist befähigt, Feuerwehrverbände zu führen. Atemschutz-, Sanitäts- und Führungslehrgänge sind für ihn eine Selbstverständlichkeit. Bemerkenswert ist, dass alle Ausbildungsgänge in der Freizeit absolviert werden müssen.